Fabrizio Giannuzzi
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„Il Signor S. Pellica“ von Fabrizio Giannuzzi ist ein sehr eigenwilliges Buch, das auf originelle  und leichtfüßige Art Giovanni Guareschi und Franz Kafka verbindet. Der Rhythmus ist schnell, bildhaft auf eine fast filmische Weise. Giannuzzi denkt in bewegten Bildern und schafft Situationen, die trotz aller Nachdenklichkeit an  die Energie und Unmittelbarkeit eines Comics erinnern.

 

Die Figuren kommen abwechselnd hinter dem Bühnenvorhang hervor und treten wieder ab, wobei sie ein rasantes Chaos aus Dialogen kreieren. Daraus entsteht ein anregendes, in Kontrapunkten gestaltetes Gewebe, das ein Moment überraschten Erstaunens an das andere knüpft. In manchen Kapiteln überwiegt der Dialog, in anderen die Beschreibung oder die Introspektion. Gerade letztere haben eine spürbare Ruhe und Tiefe, sie kommen einem vor wie der Moment vor der Beschleunigung, vor der Wiederaufnahme der Geschwindigkeit.

 

Es herrscht ein beständiger Austausch zwischen dem Ich und der Welt, oder besser seinem Befinden darin: der Welt als möglichen Welten, als Pluralität von Subjekten. Der Welt als Vision auch, als Bilder Träume Liebe Musik Stimmungen. Und von der Welt gelangen wir zur Geschichte, zur kleinen großen Geschichte des S. Pellica.

 

Wer weiß, vielleicht ist die Welt wirklich nur ein Traum. Giannuzzi-Pellica scheint uns zu dieser Ansicht verleiten zu wollen, als habe es von jeher einen Konflikt gegeben zwischen dem, der die Welt erzählt, und denen, die sie beherrschen. Er jedenfalls nimmt den Schlüssel in die Hand und lässt uns eintreten in die Korridore der Seele, in denen es mit den langsamen Schritten der ungewissen menschlichen Existenz vorangeht."

 

Lorella Rotondi, www.lorellarotondi.com